DIE SONNE
Liebe

DIE SONNEliebe

Primäre Bedeutung

GlückStrahlkraftAufrichtigkeitLeichtigkeitErfüllungWärmeFreude

Umgekehrte Bedeutung

getrübte FreudeMüdigkeitaufgeschobenes GlückPessimismus

Beschreibung

In der Liebe ist DIE SONNE eine der schönsten Karten im Deck: Offenheit, Wärme und eine Freude, die keiner Erklärung bedarf.

Betrachte die Karte genau, wo eine riesige Sonne mit Gesicht und offenen Augen am Himmel strahlt, und darunter sitzt ein nacktes Kind auf einem weißen Pferd, ohne Sattel, mit einer großen orange-roten Fahne in der Hand.

Und beachte das Wichtigste: Die Sonne blickt dich direkt an. In der Nacht des Mondes schwebte ein Profil mit geschlossenen Augen über dir, das dich nicht ansah – hier schaut dich jemand von vorne an. Das ist der Unterschied zwischen Angst und Liebe.

Nun schau dir das Kind an: Es trägt nichts, und es denkt nicht einmal darüber nach. Es ist nicht mutig – es ist sich seiner Nacktheit einfach nicht bewusst.

Das ist das Versprechen dieser Karte an die Liebe: nicht, dass du die Scham überwindest, sondern dass du eines Tages einfach vergisst, dich für etwas zu schämen. Es gibt jemanden, neben dem du deinen Bauch nicht einziehen musst, weder wörtlich noch anders – nicht, weil er deine Fehler akzeptiert, sondern weil es dir nicht einmal in den Sinn kommt, dass es Fehler wären.

Und beachte, dass das Pferd weder Sattel noch Zügel hat. Beim Streitwagen haben wir gelernt: Was du mit einem Seil ziehen musst, das willst du nicht genug. Hier gibt es nicht einmal Zügel – du musst nicht lenken, worauf du vertraust.

Wenn du in einer Beziehung lebst, bringt diese Karte eine sonnige Phase: Lachen, Leichtigkeit, Freiheit. Frage nicht, wie lange es dauert. Heute scheint sie.

Wenn du allein bist, fordert diese Karte Offenheit: Das Kind taktiert nicht, spielt nicht cool, wartet nicht ab, wer zuerst schreibt.

Und schau dir das weiße Pferd an, denn das ist die schönste Rückkehr in diesem Deck: Auf der Todeskarte schritt dasselbe weiße Pferd, mit einem schwarz gepanzerten Reiter auf seinem Rücken. Dasselbe Pferd – nur ein anderer sitzt darauf.

Wenn du schon einmal eine zerbrochene Beziehung hattest, ist das deine Botschaft: Du hast kein anderes Leben bekommen und bist kein anderer Mensch geworden. Dasselbe Pferd trägt dich – nur sitzt nicht mehr die Trauer darauf.

In umgekehrter Position verschwindet die Freude nicht, sie trübt sich nur: Du hast alles, worüber du dich freuen solltest, und du fühlst es nicht. Das ist keine Undankbarkeit, sondern Müdigkeit.

Botschaft

Es gibt Menschen, bei denen du deinen Bauch nicht einziehen musst. Weder wörtlich noch anders.

Schau dir die Karte genau an, auf der eine riesige Sonne am Himmel strahlt, mit einem Gesicht, offenen Augen, und darunter sitzt ein nacktes Kind auf einem weißen Pferd, ohne Sattel, mit einer großen orange-roten Fahne in der Hand und einem Blumenkranz auf dem Kopf.

Und beachte das Wichtigste: Die Sonne schaut dich direkt an. In der Nacht des Mondes schwebte ein geschlossenes Augenprofil über dir, das dich nicht ansah – hier schaut dich jemand frontal an. Das ist der Unterschied zwischen Angst und Liebe: Das eine schaut dich nicht an, das andere schon.

Das ist deine Botschaft heute Abend. Nun schau dir das Kind an: Es trägt nichts, und es denkt nicht einmal daran. Es ist nicht mutig – es ist sich seiner Nacktheit einfach nicht bewusst.

Das ist das Versprechen dieser Karte über die Liebe: Es geht nicht darum, die Scham zu überwinden, sondern darum, dass du eines Tages vergisst, dich für etwas zu schämen. Und jetzt pass auf, denn das ist das Herz deiner heutigen Botschaft – jemand ist nicht gut für dich, weil er deine Fehler akzeptiert, sondern weil es dir nicht einmal in den Sinn kommt, dass es Fehler gäbe.

Nun schau dir das Pferd an, denn es hat weder Sattel noch Zügel. Im Triumphwagen haben wir gelernt: Was du mit einem Seil ziehen musst, das willst du nicht genug. Hier gibt es nicht einmal Zügel – du musst nichts lenken, dem du vertraust.

Und bemerke die eine rote Feder im Kranz: dieselbe Feder, die auf dem Hut des Narren war, auf der allerersten Karte. Seitdem gab es Rüstungen, Ketten, Blitze, Nächte – die Feder ist geblieben. Du verlierst nicht, wer du warst, bevor du verletzt wurdest. Du vergisst es nur für eine Weile.

Wenn du in einer Beziehung lebst, bringt diese Karte eine sonnige Phase: Lachen, Leichtigkeit. Frag nicht, wie lange es dauert – heute scheint sie.

Wenn du allein bist, verlangt diese Karte Offenheit: Das Kind taktiert nicht, spielt nicht kühl, wartet nicht darauf, wer zuerst schreibt.

Und schau dir das weiße Pferd an, denn das ist die schönste Rückkehr dieses Decks: Auf der Todeskarte schritt dasselbe weiße Pferd mit einem schwarz gepanzerten Reiter auf dem Rücken. Dasselbe Pferd – ein anderer sitzt darauf. Wenn du schon einmal eine zerbrochene Beziehung hattest: Du hast kein anderes Leben bekommen und bist kein anderer Mensch geworden. Dasselbe Pferd trägt dich, nur sitzt nicht mehr die Trauer darauf.

Schäme dich heute nicht dafür, dass es dir gut geht.

In umgekehrter Position verschwindet die Freude nicht, sie wird nur getrübt: Du hast alles, worüber du dich freuen solltest, und du fühlst es nicht. Das ist keine Undankbarkeit, sondern Müdigkeit.

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