SECHS DER MÜNZEN
Liebe

SECHS DER MÜNZENliebe

Primäre Bedeutung

Gleichgewicht von Geben und NehmenGroßzügigkeitUnterstützungGegenseitigkeitAkzeptanzWürdeabgemessene Liebe

Umgekehrte Bedeutung

Einseitige Beziehungdu gibst immerDankbarkeit als KetteAbhängigkeitErschöpfungVerbitterung

Beschreibung

In der Liebe ist die Sechs der Münzen die Waagekarte.

Wer gibt, und wer empfängt? Und seit wann ist die Antwort dieselbe?

Schau dir das Bild an: Ein Mensch steht da, mit einer Waage in der Hand, und gibt – die anderen beiden knien. Diese Karte ist von außen schön. Von innen heikel.

Denn beim Geben in der Liebe ist es nur dann gut, wenn du danach auch stehen bleibst. Wer alles hingibt, ist nach einem halben Jahr leer und glaubt danach, er sei schwach. Er ist nicht schwach. Er hat nur nicht gemessen.

Wenn du derjenige bist, der immer gibt: Aus der Liebe wird früher oder später eine Rechnung. Du willst es nicht, es hat nicht so angefangen, aber irgendwann zählst du innerlich auf, was du dafür getan hast. Das ist das Zeichen, dass die Waage gekippt ist – nicht, dass du müde geworden bist, sondern dass die Liste erschienen ist.

Wenn du derjenige bist, der empfängt: Achte auf das Knien. Wenn dir jemand etwas gibt und es danach immer wieder erwähnt, ist das kein Geschenk. Das ist eine Kette. Gutes Geben ist unsichtbar und verlangt keine Dankbarkeit im Gegenzug. Und beachte: Das Knien ist keine Demütigung – du fühlst es nur so. Wer niemals etwas annimmt, beraubt den anderen der Freude am Geben.

Und das Licht der Karte: Liebe ist kein Vorrat, sondern ein Fluss. Heute gibst du, vor einem Jahr hast du gekniet, in zwei Jahren wirst du es wieder tun. Das ist normal – das Problem ist nur, wenn seit einem Jahrzehnt dieselbe Antwort darauf ist, wer gibt.

Bringe die Waage wieder ins Gleichgewicht. Wenn du immer gibst: Bitte heute um etwas. Wenn du immer empfängst: Gib etwas, sei es noch so wenig.

Botschaft

Du gibst immer.

Ich sage das nicht als Lob. Nur als Feststellung, denn es mag sein, dass es dir gar nicht mehr auffällt. Du bemerkst, was gebraucht wird. Du gibst nach. Du passt dich an. Du bist derjenige, der es noch einmal versucht.

Schau dir die Karte an. Ein Mensch steht da, in der einen Hand eine Waage, mit der anderen lässt er Münzen in die Hand eines knienden Menschen fallen.

Und jetzt achte auf die Waage. Er verschleudert nicht, was er hat. Er misst.

Das ist deine Botschaft heute Abend. Diese Karte handelt nicht von maßloser Liebe, sondern vom Geben, das ein Maß hat. Denn Geben ist nur dann gut, wenn du danach auch noch aufrecht stehst. Wer alles hingibt, ist in einem halben Jahr leer – und glaubt danach von sich, schwach zu sein. Nicht schwach. Nur hat er nicht gemessen.

Es gibt ein Zeichen, an dem du genau erkennen wirst, dass die Waage gekippt ist: wenn du anfängst, im Kopf aufzuzählen, was du für ihn getan hast. Du wolltest es nicht, es hat nicht so angefangen. Aber wenn die Liste erscheint, dann ist aus Liebe eine Rechnung geworden.

Heute Abend bitte um etwas. Eine einzige Sache, von ihm. Nicht, weil du es brauchst. Sondern weil jemand, der niemals etwas annimmt, den anderen der Freude am Geben beraubt. Das ist auch keine Liebe – das ist auch Stolz.

Und wenn du derjenige bist, der jetzt empfängt: Sieh auf dem Bild, wie der andere kniet. Wenn jemand dir etwas gibt und es dir danach vorhält, ist das kein Geschenk. Das ist eine Kette. Gutes Geben ist unsichtbar.

Liebe ist kein Vorrat. Sie ist ein Fluss. Heute gibst du, vor einem Jahr hast du gekniet, in zwei Jahren wirst du es wieder tun.

Nur sollte nicht immer dieselbe Person die Antwort darauf sein, wer gibt.

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